Das Geständni..

Ich gestehe. Ich gestehe, dass ich Sohn eines Inhaftierten bin

Mein Vater ist verhaftet worden.

Ich gestehe, dass ich mich dafür nicht schämen werde.

Ich gestehe, dass ich stolz auf ihm bin.

Ich lege das Geständnis ab, dass mein Vater kein Krimineller war.

Kein Dieb, kein Mörder, kein Terrorist, kein Unruhestifter

Er erhob sich aus dem Volk, dass von der Regierung wie Dreck behandelt wurde.

Ich gestehe, dass mein Vater den süßen Träumen von einigen Menschen zum Alptraum umgewandelt hat.

Das waren die Jenigen, die das Geld des Volkes gestohlen haben und Anlass für Alpträume des Volkes geworden sind.

Ich gestehe, dass die Aufrichtigkeit meines Vaters jedem Bekannt ist.

Ich lege das Geständnis ab, dass seine Tapferkeit für die Feiglinge dieses Zeitalters Probleme bereitet hat.

Ich lege das Geständnis ab, dass man mein Vater gekidnappt hat.

Man hat ihm zwei Rippen gebrochen und seine Zähne ausgeschlagen.

Ich lege das Geständnis ab, dass man ihn nicht in einem Krankenhaus versorgt hat.

Stattdessen hat man ihm in die Kerker in Einzelhaft geworfen.

Ich gestehe, dass man ihm sein Recht auf einen Anwalt vorenthalten hat.

Er dürfte an den „Vatertag“ nicht mal seine Tochter anrufen.

Ich lege Geständnis ab, dass wir (seine Familie) seit Wochen nichts über ihn erfahren haben.

Er konnte nicht mal an meine Mutters Geburtstag sie beglückwünschen.

Meine Mutter musste den Jahrestag ihre Vermählung ohne ihn verbringen.

Ich gestehe, dass mein Vater dieses Jahr das Grab seines in Krieg gefallenen Bruders nicht besuchen kann.

Ich lege das Geständnis ab, dass mein Vater „Issa Saharkhiz“ ein Kämpfer im Krieg war und Bruder eines Märtyrers.

Ich gestehe, dass er nie seine Position ausgenutzt hat und nie auf  Untaten bestand.

Ich gestehe, dass er sich Jahre lang um seine Leistungen bemüht hat.

Ob im der Kultur-Ministerium oder bei den Nachrichten des Staates als Assistent

Oder als Vertreter der islamischen Republik Iran der Nachrichtenwesen in UN

Ich lege das Geständnis ab, dass mein Vater in ein land lebt, in der ein Vertreter des obersten Gerichtes einen Menschen beißt und angreift.

Ich gestehe, dass in meinem Land Biester zu Gouverneuren ernannt werden.

Ich gestehe, dass die Wölfe die mein Land besetzt haben, das Beißen für zu milde empfinden.

Ich lege das Geständnis ab, dass das Größte Verbrechen meines Vaters der Unschuld ist.

Sein Verbrechen war, dass er die Wahrheit ausgesprochen hat.

Ich gestehe, dass er seine Meinungen vor seine Kidnapping bereits mitgeteilt hat.

Alles was man nach seiner Verhaftung über ihm hört entspricht nicht der Wahrheit.

Und stellt nicht seine Meinungen dar.

Ich gestehe, dass ich darauf stolz bin ihn als Vater zu haben.

Es ist mein größter Wünsch im Leben, dass ich eines Tages annähernd wie ihm sein kann.

Das wird mein größte Wünsch in meinem Leben sein.

Ich lege das Geständnis ab, dass mein Vater und seines Gleichen nicht nur Verhaftet wurden.

Sie müssten alle in der Haft durch die Folter leiden.

Wir gestehen, dass wir gewählt haben und unsere Wahlstimmen von uns gestohlen wurden.

Wir gestehen, dass das was wir als Wahl bezeichneten in Wirklichkeit ein Putschversuch der Regierung war.

Wir gestehen, dass es keiner gerichtlichen Verhandlung für die politischen Gefangenen eröffnet wurde.

Und das was in der offizielle Fernseher im Iran gezeigt wurde, nichts als großen Lügengeschichten waren.

Wir gestehen, dass unsere Brüdern und Schwestern nicht nur gefoltert werden.

Sie werden auch auf niederträchtigster Weise im Gefängnissen vergewaltigt.

Wir gestehen, dass das Gefängnis „KAHRIZAK“ nicht nur ein Gefängnis war.

Es war auch ein Schlachthaus und ein Ort der Folterung und Vergewaltigung.

Wir gestehen, dass die Menschen die über uns herrschen, sich sehr von Menschlichkeit abgeneigt haben.

Hiermit legen wir das Geständnis ab, dass wir gemeinsam für unsere Rechte stehen und keinen Schritt zurückweichen werden.

Wir gestehen, dass ihr nun die Jenigen seid die sich fürchten.

Ihr fürchtet euch vor uns, weil wir tapfer sind und zusammenhalten.

Wir legen das Geständnis ab, dass solange das Blut in unseren Adern fließt,

Wir ebenfalls solang das Recht auf ein freies Land haben.

Wir gestehen, dass wir an unsere Rechte und unsere Freiheit fest glauben.


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